Thursday, January 31, 2008

saigon

oh mein gott, bei mir war ja alles wieder so aufregend, vor allem heute...
aber wir fangen ja mal chronologisch an ^^

30.01.08 :

morgend ging es wieder frueh raus, um den dritten teil meiner mekong delta reise zu starten. diesmal waren wir irgendwie ziemlich viele in der gruppe. wir sind zusammen zum fluss runter und haben uns dann in 2 boote verteilt auf den weg zum floating market "cai rang" gemacht. dabei kommen leute aus allen provinzen in der naeh , um dort ihre waren zu verkaufen (in erster linie obst und gemuese). es tummelten sich also hunderte schiffe auf dem fluss ud waren vollbeladen mit melonen, ananas, blumen (wegen dem fruehjahrsfest) und anderen schoenen, bunten dingen. wir haben uns auch gut den bauch vollgeschlagen mit ananas. am fluss habe ich sogar blut geschmeckt. die saeure war dann doch etwas zu viel. ich habe eine nette franzoesin kennen gelernt, die mit ihrem onkel unterwegs ist und familie in saigon hat.
danach sind wir zu einer reismuehle gefahren und danach haben wir uns noch einen markt angesehen. die duefte waren bezeichnened, echt nichts fuer mich. es gab sogar hundekopf. mit scheren haben sie die fische zurechtgeschnitten (kiemen raus, flossen ab...). ich weiss schon, wieso ich kein fisch esse. es geht einfach nicht ^^

der guide konnte ganz gut engl. und hat uns einiges ueber vietnam erzaehlt.
ich wuste gar nciht, dass es keine steuer gibt! erst ab 2009 muessen die leute steuern bezahlen, gestaffelt je nach einkommen. der hoehste steuersatz ist 25%.
dadurch, dass keine steuern an den staat fliessen, kann sich auch nicht genuegend ums schulsystem gekuemmert werden. deswegen muessen schulen bezahlt werden und viele eltern schicke ihre kinder deswegen nicht zur schule.
man soll kindern auch kein geld geben, wenn sie betteln, da die eltern dann denken, mit ihrem kind gut geld verdienen zu koennen und es nicht mehr zur schule gehen braucht.

spaeter ging es mit dem bus nach saion und ich versuchte, etwas zu schlafen, was mir nicht wirklich gelang.
wir naehrten uns saigon und als wir ankamen, war ich wieder ganz aufgeregt. wir fuhren und fuhren und ich fragte mich immer, wann wir wohl im zentrum ankommen wuerden. und auf einmal waren wir schon da. ich konnte es gar nicht glauben. wo sind denn die ganzen hochhaeuser?
nun gut, ich stieg also aus und wirde gleich von einer kleinen alteren dame angesprochen, die wirklich ganz gut englisch konnte. sie wollte mir einen raum anbieten. ich war aber sehr skeptisch und dan kam auch schon der guide und frate mich , ob ich eine unterkunft braeuchte. er nahm mich dann auf seinem moped mit zu einem guesthouese. die guesthouses waren aber alle viel zu teuer. das haben wir alles dem neujahrsfest zu verdanken,was am 7.2. statt findet. ich ging also wieder zur alten dame zurueck und liess mir das zimmer zeigen. es ist im haus einer noch aelteren dame, die ihren freien raeume zu gaestezimmern umgestalltet hat. ich habe einen sehr netten, grossen raum mit 2 betten, eigenem bad, 2 ventilatoren und fernseher. bezahlen tue ich die haefte vom guesthouse preis ^^
ich bin dann abends noch in der stadt rumgelaufen, habe in reisebueros paar sachen erfragt und mir eine karte besorgt. trotz karte habe ich mir allerdings irgendwie total verlaufen. die strassen heissen auch alle irgendwie aehnlich, nguyen hier, trinh da....
viel habe ich nicht sehen koennen, da es schon abends war. was mir allerdings nicht entgehen konnte, waren die horden an mofas! der verkehr ist schrecklich. ich bin ja schon einiges gewoehnt, aber dies hier sprengt alles. wuerde ich nicht schon 6 monate in china leben, wuerde ich mich hier nicht trauen, die strassen zu ueberqueren! so viele mofas habe ich noch nie auf der strasse gesehen. chaos pur. ich wuerde mal sagen 80% mofas, 20% autos. man muss einfach loslaufen, LANGSAM. einfach laufen....keine schreckhaften bewegungen. irgendwann stehs du inmitten von mofas, ie um die rum kurven und wenn man alles richtig gemacht hat, landet man auf der anderen strassenzeite. fussgaengerampeln gibt es kaum welche.
irgendwann habe ich doch den weg nach hause gefunden und habe etwas ferngesehen um danach gemuetlich einzuschlummern.

31.01.08 :

ich hatte mir den wecker auf um acht gestellt , nur konnte ich leider gar nicht aufstehen. die letzten tage klingelte der wecker immer gegen 5:30h. kein wunder, dass ich jetzt mal erholung brauchte. ich trudelte mich also langsam aus, ging danach raus und setzte mich in ein restaurant zum fruehstuek essen. es kam eine buchverkaeuferin rein und ich kaufte ihr einen lonely planet vietnam ab. der war natuerlich gefaelscht. man kann die versionen aller laender hier kaufen, total praktisch. es sind eben gescannte versionen, aber das reicht ja voellig.
ein mann bekam mit, wie ich das buch kaufte und kam darauf hin zu mir , um ein gespraech anzufangen. es war ein hollaender, etwas aelter und durchgeknallt. wir unterhielten uns eine weile und verabschiedeten und dann wieder. ich begann meine tour durch die stadt (zu fuss natuerlich). das zentrum ist wirklich klein, es gibt keine hochhaeuser in saigon! die buergersteige sind sehr notduerftig udn an manchen ecken duftet es nach urin.
ich war im kriegsmuseum, fand es aber nicht so spannend. es hat mehr was von propaganda. dann ging ich weiter und traf auf die kathedrale, die notre dame nachempfunden ist. in ihr lernte ich einen deutschen kennen und wir machten uns zusammen auf den weg durch die stadt. es war sehr nett. zufaellig kamen wir an einer theologieschule samt kirche vorbei und gingen einfach hinein. ein typ kam auf uns zu und erklaerte uns einiges in englisch. er meinte auch, heute abend gaebe es ein fest und wir sollen doch vorbeikommen, ein bueffet gaeme es auch. da haben alex' augen natuerlich gefunkelt! wir trafen uns danach mit einer vietnamesin, mit der er verabredet war. er kennt sie aus hospitality club (der gleiche club, durch den ich meine unterkunft in zhuhai gefunden hatte). sie war total suess und wir ginden dann zusammen zur kirche. die verabstaltung hatte schon angefangen nd wir stuerztn uns aufs bueffet. theoretisch haetten wir eine einladung gebraucht am einlass, aber wir sind einfach reinspaziert und keiner hat was gesagt. wir wurden wie koenige bewirtet, uns wurde eine sache nach der anderen angeboten.
dann haben wir uns noch die auffuehrung der theologiestudenten angesehen. der abend war total klasse. die vietnamesin hat immer ein wenig uebersetzt. die veranstaltung war fuer feier des neuen jahren. lustigerweise haben wir dort auch priester und schwestern kennen gelernt, die deutsch konnten. sie haben mal in deutschland gelebt oder leben immer noch dort. es war super interessant und die leute waren so herzlich!
die leute haben ausgelassen gefeuert und am schluss haben wir auf der buehne noch ein foto gemacht. alle haben geklatsch. man war das peinlich, haha. wir waren ja die einzigen auslaender dort! es haben sich auch alle gewundert, wie wir von der veranstaltung wussten.

jetzt bin ich wieder zurueck und ich habe das gefuehl, tage in saigon zu sein. morgen abend werde ich aber wieder aufbrechen. fuer mih hat die stadt nichts besonderes. ich werde mir moprgen die cu chi tunnel ansehen und nachmittags chinatown. abends geht es mit dem bus nach dalat.

die vietnamesin hat uns eigeladen, mit ihr und ihrer familie das neujahr zu feiern, aber ich habe ja leider keine zeit, da ich weiter muss. ich habe noch viel vor!!
immerhin habe ich jetzt aber auch eine adresse in saigon, wo ich immer wieder hin kann :)


vietnam:


im norden werdem zum neujahrsfest pfirsichbaeume gekauft und im sueden aprikosenbaeume. das kann man dann also mit unserem weihnachtsbaum vergleichen.

Tuesday, January 29, 2008

sadec

hahaaa zum leidwesen einiger leser wird dieser eintrag mal wieder etwas laenger. immerhin schreib ich den blog ja auch unter anderem fuer MICH ^^.
jetzt habe ich auch 2 tage abzuarbeiten. ich bin zwar vorgestern erst nach vietnam gekommen, aber ich habe das gefuehl, schon wieder dutzende tage hier zu sein.

28.01. :

gestern morgen ging es frueh raus. ich habe mal wieder eine halbe stunde gebraucht, um mich einigermassen vom bett zu rollen. dann hab ich ruchsack wieder fertig gepackt und gefruehstueckt. unser neuer guide wurde uns vorgestellt (ja, ist irgendwie jeden tag ein neuer) und wir sind erstmal ab zu einem tempel und dann sind wir auf dem fluss in chau doc mit kleinen holzbooten langgefahren. so konnten wir uns die schwimmenden haeuser von der naehe ansehen.
dann waren wir noch kurz bei einer siedlung der cham minderheit stopp gemacht. natuerlich war das ganze etwas kommerziell. wir durften ihnen schals abkaufen. das habe ich allerdings nicht gemacht. von wegen , die sind selber gemacht. exakt die gleichen gibt es in china fuer 1,50 euro. aber ist ja auch egal. interessant war es trotzdem.
dann ging dort irgendwo eine karte von vietnam, die ich erstmal genauestens studiert habe. dabei sind mir 2 staedte ins auge gefallen, die mir irgendwas sagten. dabei handelte es sich im sadec und vinh long. wo habe ich diese namen bloss schon mal gehoert...? jaaaa genau!!! sadec ist der ort, in dem margueritte duras aufgewachsen ist! die verfilmung ihres buches "der liebhaber" ist (wie einige vielleicht wissen) mein lieblingsfilm. darin geht es im die ihre eigene jugend und ihre affaere mit einem reichen chinesen, der doppelt so alt war wie sie (sie 15, er um die 30).
ich war gleich ganz hin und weg. auf der tour war auch eine andere deutsche mittleren alters dabei (ich war eh die juengste auf der tour, mit abstand). sie meinte, sie waere dort gewesen und hat sich das alles angesehen. fuer mich stand fest: ich muss dahin, wie auch immer!

nun gut, erstmal ging es dann weiter mit dem schiff, wo ich mich auf dem sonnendeck gut breit gemacht habe. die aussicht ist einfach ein traum. tausende fluesse und kanaele, die ineinander uebergehen. holzbruecken, ueber die traditionell gekleidete vietnamessinnen mit hut spazieren, wirklich traumbilder.
ich hab mich vergnuegt mit allen moeglichen leuten auf dem boot unterhalten. es ist immer sehr interessant, wen man so trifft und was fuer geschichten diese leute zu erzaehlen haben.
mir wurde dann mitgeteilt, dass ich shcon frueher mittag essen muesse, da ich alz einzige frueher von bord muesse. die anderen waren alle auf dem weg nach saigon. ich hingegen war auf dem weg nach cantho. dann war es also soweit und ich ging mit dem fuehrer von bord. der bus, der uns abholte, gehoerte also nur mir ganz allein. das war schon irgendwie ein komisches gefuehl.

zwei stunden fahrt und wir erreichten cantho. ich wurde zu meinem hotel gebracht und breitete mich erstmal im zimmer aus (das kann ich besonders gut und besonders schnell). ich musste allerdings feststellen, dass im hotel gebaut wird und das haemmern und rattern war unertraeglich. deswegen musste ich wohl oder uebel das hotel so schnell wie moeglich verlassen un dmich draussen in der stadt umsehen. eigenlich war ich eh ein wenig genervt, dass ich shcon um halb drei nachmittags dort ankam und es kein weiteres programm fuer den tag gab. man war voellig sich selber ueberlassen.

ich begab mich also auf entdeckungstour in cantho. als erstes kaufte ich in einem buchladen karten von cantho+mekong delta und eine grosse vietnam karte. ich haette ja nicht gedacht, dass mir das noch sowas von hilfreich sein wuerde. ich liebe einfach karten...

cantho ist wirklich relativ klein und man kann alles zu fuss abklappern. naja, es gibt aber auch nciht wirklich viel zu sehen, was man abklappern koennte. deswegen bin ich einfach so durch die stadt gebummelt, bin spaeter an der promenade entlang und hab auf den fluss geguckt und eine zeitschrift gelesen. ich wurde auch von 2 suessen vietnamesischen maedchen angesprochen, die unbedingt ihr englisch ausprobieren wollten. dafuer, dass sie shcon 8 jahre lernte, war das englisch wirklich sehr schlecht, aber das kennen wir ja schon von asien.
zudem wurde ich sowieso von jedem angeguckt. hier gibt es nciht so viele auslaender und wenn es denn welche gibt, dann zumindest kaum alleinreisende maedchen.
ich habe zwar schon viele alleinreisende maedchen jetzt kennengelernt, aber hier sind irgendwie keine.

spaeter habe ich es doch tatsaechlich hinbekommen , eine melone zu kaufen (ich kann hier wirklich nur mit haenden und fuessen arbeiten) und habe sie gierig hinuntergeschlungen. komischerweise schauten mich viele vietnamesen an und wollten irgendwie ein stueck abhaben. schon bei meiner zuvor gekauften orange war dies der fall. so ganz habe ich das noch nicht verstanden. das waren keine bettler oder dergleichen. vielleicht teilt man eben alles, was man hat? ich habe keine ahnung.
ich steuerte nun ein guesthouse an, dass in meinem fuehrer stand, in der hoffnung, sie koennten mir sagen, wo ich denn was zu essen faende. haette ich mich einfach in ein restaurant gesetzt, haette ich sicher nie etwas vernuenftiges bestellen koennen und wenn dann haetten sie mir sicher nur irgendwelche meeresfruechte gebracht.

das guesthouse war erstaunlich winzig. es war auch niemand da. es sass allerdings jemand auf dem balkon. ich machte mir nichts draus und schrie einfach mal nach oben. der herr verstand mich allerdings nicht und schickte seine frau zu mir runter.
sie war franzoesin und war mit ihrer familie unterwegs, ehemann und 2 soehne. wir haben uns sehr lange unterhalten und uns ausgetauscht. es war sehr interessant. sie hat ihrer job gekuendigt und jetzt reisen die vier ein jahr lang durch suedostasien.

ich muss sagen, dass ich wirklich shocn so viele interessante leute getroffen habe. in meinem hotel gibt es noch 2 deutsche maenner, die mit dem fahrad unterwegs sind. den ganzen weg von siem reap in kambodscha sind sie schon gekommen. sie meinten, sie wuerden jedes jahr so eine tour machen. das bewundernswerte daran war : sie waren sicher schon an die 60 jahre alt!

es ist viel interessanter mit erwachsenen zu reden, da viele jugendlichen irgednwie noch ndere prioritaeten in ihrem leben haben. aber gott sei dank gibt es hier in vietnam nicht so viele jugendliche, die nur herkommen , um billig drogen zu konsumieren und sich zu besaufen und party zu machen.

danach ging ich wieder zum fluss zum mekong restaurant. der besitzer spricht auch franzoesisch (so wie einige aeltere herrschaften noch). das restaurant war voll mit auslaendern, aber was sollte ich machen. nur dort gab es eben eine englische karte.
dann wurde ich noch von einem englaender mittleren alters angesprochen, der hier arbeitet. er ist ingenieur und sie arbeiten an einem brueckenbauprojekt. er gab mir auch seine visitenkarte und meinte, ich koennen ja anrufen, dann koennte man heute abend noch was trinken gehen oder so. ich werd mich allerdings nciht melden. ich bin viel zu muede und ausserdem weiss man ja nie, was manche leute so vorhaben.

ich bin dann gut gelaunt ins hotel zurueckgeschlendert (inzwischen kenne ich die stadt wie meine westentasche) und habe etwas fernsehen geschaut. mein zimme rhat sogar einen kuehlschrank, wow! und das fuer 6 dollar pro nacht ^^. ich habe also deutsche welle TV gesehen und habe endlich mal wieder itbekommen, was in deutschland so passiert. CCTV9 gab es auch und so habe ich mir auch die neuigkeiten aus china zu gemuete gefuehrt.

ein sehr lustiges abendschauspiel bieten auch die geckos. davon habe ich so einige in meinem zimmer, die immer irgendwo an der decke kleben. wenn man also auf toilette sitzt, braucht man nur nach oben schauen und man hat was zum lachen. die rennen wie die bloeden an der decke entlang auf der jagd nach insekten. das sieht echt so lustig aus, dass man einfach nur lachen muss.

29.01. :

heute habe ich mich entschlossen laenger zu schlafen und die mekong delta tour morgen zu ende zu bringen. das kann man ohne probleme tun, denn die touren sinden jeden tag statt und man kann einfach mal einen tag aussetzen.
ich machte mich gemuetlich fertig und war fest entschlossen, sadec aufzuspueren.
der typ an der rezeption meinte zu mir, dass an der busstation stuendlich busse fahren.
also machte ich mich auf die suche nach der busstation, die etwas weiter ausserhalb ist. ich fand sie auch nur wusste ich dann nicht so wirklich weiter. ich sprach eine junge vietnamesin an, die mir dann versuchte zu helfen. irgendwie wurde sie aber auch nicht schlau. es faehrt kein bus direkt dahin. nur irgendwas mit einem bus um eins oder so. ich konnte nicht viel verstehen. bis um eins haette ich aber noch 3 stunden warten muessen! naja ich lief dann da so rum und wurde wieder von jemandem angesprochen, wo ich denn hinwolle. ich meinte nach sadec. er war ganz hektisch und meinte, ich koenne bis "schubidu" fahren und dann von "schubidu" nach sadec. ich solle ganz schnell in den bus einsteigen, da er jetzt abfahren wuerde. ich war spontan und setzte mich einfach mal. zwischen einem haufen vietnamesen sass ich nun. eine frau war ganz nett und machte eine geste, ich solle mich zu ihr setzen. der typ von draussen hatte ihr auch gleube ich gesagt, wo ich denn hinwolle. ich habe ihr das auch auf der karte (gut, dass ich sie hatte) gezeigt. es ging also los...fuer eine minute...und shcon waren wir irgendwie im stau. es war verdammt heiss und ich schmolz dahin. irgendwann wurde mir klar, weshalb wir bestimmt mindestens eine halbe stunde warteten. man musste naemlich den fluss ueberqueren. mit einer faehre natuerlich. und die war eben langsam. irgendwnan waren wir dann aber auch mal drauf und die fahrt ging los. ich war etwas unberuhigt, ob denn auch alles glatt gehen wuerde. ich meinte der frau, sie solle mir sagen, wo ich aussteigen muessen.
wir fuehren und fuehren und ich starrte konzentriert auf die werbungsanzeigen an den haeusern. da steht naemlich meistens die adresse drunter. irgendwann waren wir dann in vinh long und das war (laut karte) so ziemlich der punkt, an dem ich haete wechseln muessen. ich holte wieder die karte raus und fragte die frau nach sadec. ja, sie zeigte mir dann den weg. da waere also genau die letzte querstrasse gewesen. sie erzaehlte dann irgendwas von saigon und ich meinte nur "no no, sadec, not saigon!" dann hat sie es anscheinend begriffen und sagte es dem fahrer. kurzerhand wurde ich auf die strasse gesetzt.hmm. wie weiter? ich ging auf die andere strassenseite und da waren motorad taxis. das war die einzige moeglichkeit. ich schnappte mir einen und ab gings. wir fuhren sicher fast eine halbe stunde.

endlich kamen wir in sadec an. nur wusste der taxifahrer auch nicht, wo er mich denn rausschmeissen solle. ich wusste es ja selber nciht mal. ich bin also irgendwo abgestiegen und ins naechste hotel verschwunden. sadec ist auch wirklich winzig und dementsprechend sprach auch niemand englisch dort. ich hatte mir gott sei dank vorher nach aus dem internet rausgeschrieben, wie denn die shcule hiess, in der margueritte duras' mutter unterrichtet hatte und ich hatte mir den namen ihres chinesischen liebhabers aufgeschrieben.
sie gab mir eine karte und zeichtenete alles mehr oder weniger genau ein. im hotel war ueberraschenderweise ein franzoese. ich sprach ich gleich an. nur leider konnte er kein englisch! oh mein gott!! mein verrostetes franzoesisch!! ich kramte alles irgendwie bruchstueckhaft raus : "la maison...de...margueritte duras...". er hat mir dann auf franzoesisch geantwortet, aber ich habe nur 30 % verstanden. ich bin dann einfach losgelaufen und habe auch gefunden, was ich suchte. das haus der familie des liebhabers. es war relativ versteckt. ich wurde von 2 super netten vietnamesen empfangen, die dort arbeiteten. es kommen in den letzten jahren wohl immer mehr auslaender mal vorbei, weshalb man jetzt eben ein kleines geschaeft draus schlaegt (man kann sogar im haus uebernachten). an den wanden hingen originalbilder von duras familie und der familie des liebhabers und seiner frau. es war wirklich interessant zu sehen. allerdings sah der schauspielen im film (tony leung kar fei) doch etwas besser aus, haha.

ich habe mich dann viel mit den beiden unterhalten (soweit es ging) und das maedchen hat mich danach sogar mit ihrem roller zu einem restaurant gefahren, weil ich meinte, ich sei hungrig. danach bin ich weiter zum tempel, wo der liebhaber immer gebetet hat und noch an der schule vorbei, bei der duras mutter vietnamesiche kinder in franzoesisch unterrichtete. spaeter bin ich wieder zurueck zum haus, weil die beiden mir ein motorad taxi vermitteln wollten. alleine waere ich sicher uebers ohr gehauen worden. ich traf noch einen deutschen vor dem haus. er war mit seinem motorad unterwegs quer durch vietnam. mensch mensch, so viele interessante leute...

dann schwang ich mich auf das motorand und ab ging die fahrt. da ich keine lusthatte , wieder nach vinh long zu fahren und dort nach einem bus zu suchen, sind wir gleich die gesamte strecke angegangen. das positive daran war, dass ich wohl die schoenste fahrt meines lebens hatte!! wir fuhren nicht die grossen strassen, sondern auf kleinen wegen an den flussarmen entlang. es war sooo wunderschoen, dass es mir den atem verschlag. jedes mal wenn wir ueber die klapperigen holzbruecken ratterten, eroeffnete sich einem der blick uebers wasser in die ferne, grandios!!! auf dem weg immer wieder die maedchen mit ihrer vietnamesischen shculuniformen, die wunderschoen sind.
teilweise hatte ich aber wirklich angst. es ging ueber kiess und sand und ich bin ja nun geheilt vom mit moped ueber sandige strassen fahren. die bruecken waren auch so klapperig, dass man das gefuehl hatte, sie wuerden jeden moment unter einem zusammenbrechen.

insgesamt fuhren wir bestimmt anderthalb stunden. der fahrer musste auch immer nach dem weg fragen. er haette sicher selber nciht gedacht, dass es so lange dauern wuerde. mein hintern schmerze auch irgendwie shcon, aber der ausblick glich dies alles wieder aus.
ich bin dann alleine mit der faehre wieder uebergesetzt und wieder in cantho. morgen frueh werde ich dann abgeholt, um die "floating markets" zu besichtigen.

allgemeines:

manchmal, wenn ich alleine irgendwo bin und zeit zum nachdenken habe, werde ich sehr emotional. es ist mir nicht nur einmal passiert, dass meine augen feucht wurden.
ichkann es eigentlich wirklich nicht fassen, was ich sehe und wie viel ich lerne. ich habe das gefuehl, das alles tut mir so gut und ich wachse daran. ich werde von tag zu tag selbstsicherer und vertraue mehr in mich. ich bin so gluecklich darueber, dass ich das alles erleben darf. so viele anderen menschen haben keine gelegenheit dazu. ich hoffe, dass alle anderen, die rumreisen, es auch zu schaetzen wissen (vor allem die jugendlichen). reisen ist wirklich wunderschoen und ist viel mehr wert als schicke neue anziehsachen oder ein teurer schlitten.
als alleinreisende habe ich auch irgendwie das gefuehl, dass sich ein paar mehr moeglichkeiten bieten. man wird viel oefter angesprochen und hat aus so irgendwie pluspunkte.

allgemeines vietnam:
- hier genauso wie in thailand und kambodscha sind neben den toiletten immer solche wassersprueher an der wand. ich hatte leide rkeine ahnung wofuer die gedacht waren. auf den spueher liegt ein ziemlicher hoher wasserdruck, weshalb er sich in meinen augen gut eignete, um den fussbosen sauberzuspritzen. auch die fuesse lassen sich wunderbar damit putzen. diesen zweck haben sie allerdings nciht, wie sich mir letztens offenbarte. sie dienen alleine dazu, sich den hintern sauber zu spritzen. deswegen gibt es auch kein klopapier. allerdings denke ich mir: wir soll man dann den nassen po trocken bekommen? und geht damit auch wirklich alles ab? naja..ich belasse es lieber alles beim alten, haha.

-die neuen geldscheine hier bestehen aus platik. das kann nicht reissen und ist aufgrund der hohen luftfeuchtigkeit auch wirklich eine gute erfindung. als ich den ersten schien in die hand gedrueck bekam, dachte ich, er waere kaputt. da war ein loch drin! aber nein, das loch war doch zu, aber man konnte durchgucken. auf den neuen geldscheinen ist also eine stelle, die domplett durchsichtig ist. sowas habe ich noch nie gesehen ^^. soll es wohl in neuseeland auch geben...

-vietnamesen scheinen es zu moegen, zu flirten. ich kriege des oefteren luftkuesse zugeworfen. sowohl von kindern als auch von jungen maennern. oh je oh je. das trauen sie sich aber auch nur von der ferne. wuerde ich zu ihnen gehen, wurden sie sicher im erdboden versinken.

-fast alle vietnamesen, die ich jetzt gesehen habe, haben irgendwie kaputte zaehne, sogar die jugendlichen. wie kann das sein? da sind ueberall so braune flecken drauf. na mal sehen, wie das in der grossen stadt so aussieht...

-internetcafes sind hier, wo ich gerade bin, sehr klein und die pc nicht gerade auf dem neusten stand. das soll mich nicht stoeren, was icheher bedenktlich fand, dass shcon kleinkinder ballerspiele (cs etc.) spielen. da war letztens ein etwa 3 jaehriger und als man ihm die maus aus der hand nehmen wollte, hat er gleich rumgeweint, weil er weiterspielen wollte. wow...3 bis 7 jaehrige am CS spielen...

-muell: die vietnamesen werden frueher oder spaeter wahrschinelich genauso im muell schwimmen wie china. alles wird aus dem fenster geschmissen oder in den fluss geschuettet. bald wird das delta wohl anders aussehen...


Der Liebhaber Trailer (engl.)

Sunday, January 27, 2008

chau doc

ja jaaa heute bin ich also in vietnam angekommen. es war auch ein ganz schoen nervenaufreibender weg bis hier.

gestern abend war ich noch mit caro zusammen und wir waren auf dem weg zum geldautomaten in ein hotel gegangen, um nachzufrafen, wo denn einer zu finden sei.
gerade als wir an die rezeption gingen, hat ein mann einen anfall gehabt. ich schaetze ihn auf mitte 40 oder anfang 50. es war wirklich ein schrecklicher anblick. er lag auf dem boden und zuckte etwas und aus seinem mund trat weisser schaum. es kamen einige angestellte angerannt und haben herzmassage gemacht. der mann hatte anscheinend keine begleitung, da ich niemanden an seiner seite gesehen habe. ich vergass, zu sagen, dass es sich um einen westler handelte. wir haben uns das nicht lange angeguckt, was haetten wir auch machen sollen, aber ich glaube, um den herren sah es wirklich schlecht aus. ich hoffe sehr, dass er nicht alleine in kambodscha gestorben ist!! das war mir wirklich zu viel tod an einem tag.

dann hatten wir danach noch ein zwischenfall mit einem motorad taxifahrer. er hat uns die strecke gefahren und es waren nur 2-3 minuten. ich wollte den preis eigentlich vorher absprechen, aber sie meinte, das machen wir dann schon. naja, ich hab mich mal darauf verlassen. immerhin ist sie 27 und schon viel rumgereist. aber mein schlechtes gefuehl war berechtigt. der typ wollte am schluss 2 dollar haben. das ist ein voellig uebertriebener preis. ich wollte ihm einen dollar geben, was auch shcon viel gewesen waere. der typ lies da aber gar nicht mit sich reden und am schluss kamen noch seine ganzen taxifahrer freunde dazu. ein kleiner wicht meinte dann sogar, er wuerde uns schlagen, wenn wir dem fahrer das geld nicht geben wuerden und hat voll rumgeflucht. das war wirklich unheimlich! und wir waren sogar noch in der guesthouse area gewesen und nicht in einer kleinen dunklen strasse oder so. die kambodschaner in den laeden haben nur gestanden und bloed geglotzt. natuerlich habe ich ihm das geld gegeben und dann haben sich die fahrer total ueber uns lustig gemacht und sich totgelacht und uns nachgeaefft. ehrlich gesagt, hat mir das total die laune verdorben. in china is mir sowas nie passiert. ich denke in thailand uns vietnam ist das auch unwahrscheinlicher. sie wuerden nie handgreiflich gegenueber auslaendern werden (und vor allem nicht, wenn tausend menschen drum rum sind , inkl. auslaendern).

nun gut, heute morgen dann bin ich frueh aufgestanden und habe darauf gewartet, dass ich abgeholt werde vom guesthouse. ich sass und sass und sass... nach einer stunde war ich ziemlich angenervt und ging zum tresen, um zu fragen, ob ich telefonieren kann. da hat der typ mir gesagt, dass vor 10 minuten jemand da war und nachgefragt haette. der rezeptionist hat gesagt, er hat keine ahnung und dann ist der typ wieder verschwunden. als ich das hoerte, war ich echt total genervt. jetzt war mein bus also weggefahren! der typ, der mich abholen sollte, haette ja ruhig seine augen mal mehr aufsperren koennen und die leute fragen koennen, die in der lobby sassen. ich meine , eigentlich war das auch nur ich!
der rezeptionist hat dann fuer mich rumtelefoniert und mich auf ein mopedtaxi verfrachtet. ich dachte, der fahrer wuesste jetzt bescheid. ich kam dann am busbahnhof an und der fahrer hatte keinen plan. er fragte , wo ich denn hin will!! ich meinte, ich hab ne tour gebucht. aber eigentlich hat mich niemand wirklich verstanden da. von tausend kambodschanern umzingelt, war ich langsam wirklich sauer. ich hatte die hoffnung schon aufgegeben. irgendwenn kam ein anderer fahrer und meinte ich soll aufsteigen. er meinte , er wisse, was los ist und wohin ich muesste. ich war ja sehr skeptisch. im endeffekt hat er es wirklich gewusst und mich zu dem bus gebracht. es war ein kleinerer van und ich hab mich erstmal bei den anderen entschuldigt. es waren auch einige deutsche im van. sie sagten, die waren shcon auf dem weg und sind wegen mir wieder umgedreht. na immerhin!

dann sind wir also losgefahren in der schrottmuehle und ueber strassen gebretter, die keine strassen waren, sondern sandpisten. dem fahrer ging es zu langsam und er wollte ueberholen. dabei blieb es mal schoen im sand stecken. wir mussten also alle raus und den wagen anschieben. das war natuerlich eine tolle attraktion fuer die kambodschaner.

irgendwann kanem wir am boot an und fuhren los richtung vietnam. es war ein kleines holzschiffchen, dessen motor so laut war, dass wir nach 2 stunden fahrt alle das hefuehl hatten wir waeren 5 stunden in der disko gewesen.
der grenzuebergang war echt niedlich, total verschlafen und unauffaellig. die beamten dort haette man sicher gut bestechen koennen, haha.

dann ging es weiter mit einem anderen schiff in vietna,. was wesentlich schoener war, aber dessen motor auch aufs trommelfell schlug. die landschaft war wirklich wunderschoen und am ufer haben immer kleine kinder im wasser gespielt und uns zugewinkt. die vietnamesen bei der arbeit zu betrachten, war wirklich toll. viela haben gewunken und gelaechelt. ich habe mich gleich viel wohler gefuehlt.
viele frauen trugen die typischen chinahuete und bunte kleidung. es war wirklich ein schoener anblick. mir ist auch aufgefallen, dass die frauen , genauso wie in thailand und kambodscha, lange, spitz zugefeilte fussnaegel haben, die oft mit mustern lackiert sind. ich finde den anblick noch etwas ungewohnt, aber sie muessen ja auch nie feste schuhe tragen. dann haette sie naemlich sicher eine schuhgroesse groesser.

nach der ankunft hier in chaudoc wurden wir zu unserem hotel gebracht. es ist das beste zimmer, dass ich seit tagen habe und ich fuehle mich wie eine prinzessin. ich habe ein eigenes bad, juhu!! sogar eine decke habe ich! und heisses wasser nicht zu vergessen, das habe ich seit wochen nciht mehr :) aber das ist ja auc nciht sooo wichtig, da es draussen ja ziemlich heiss ist.

jetzt bin ich ein bisschen durch die stadt gelaufen. es ist eigentlich nur ein winziger ort. ich bin mal gespannt, wie viel sie mir gleich fuers internet abnehmen wollen haha.

ich werde mich auch mal wieder auf den rueckweg machen und ein bisschen lesen. morgen geht es sicher frueh raus.

Saturday, January 26, 2008

2. tag in phnom penh

meine nacht war etwas schlaflos, da ich vergessen hate, den ventilator auszumachen. das kann dohc ziemlich kalt werden und hier gibt es ja nur so duenne ueberdeckchen. ich habe dann laenger im bett gelegen und dann mit einer deutschen gefruehstueckt, die ich gestern kennegelernt habe. sie ist 27 und reist auch alleine. dann haben ir uns ein motoradtaxi gemietet und sind zum tuol sleng museum und zu den killing fields gefahren.

das museum war wirklich erschreckend, es handelt sich dabei um eine schule, die damals von den pol pot zu einem gefaengnis umgeruestet wurde. die raeume waren erschreckend. es ist noch fast alles wie frueher belassen worden. die betten stehen noch drinnen und die ketten und stromkaesten, mit denen die roten khmer ihre opfer folterten.
erst mit dem einmarsch der vietnamesen wurde tuol sleng zu einem museum (1980)

es war wirklich sehr erschreckend. am schlimmsten unter anderem waren die bilder der gefangenen. es waren soooo viele bilder ausgestellt und man hatin den augen der gefangenen gesehen, dass sie schon aufgegeben haben. die kambodschaner leiden heute noch unter den erinnerungen an damals. fast jede familie hat einen oder mehrere menschen verloren! schaut doch mal auf dieser seite vorbei, dort wird alles noch etwas naeher erklaert: http://de.wikipedia.org/wiki/Tuol-Sleng-Museum
geschichte kambodschas:
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Kambodschas

danach waren wir noch bei den killing fields, wo die roten khmer ihre opfer hinrichteten. in manchen massengrabern waren nur menschen ohne koepfe gefunden worden. in anderen waren hunderte menschen verbuddelt, maenner, frauen, kinder...

die meiste menschen wissen nicht viel ueber kambodscha und seine geschichte, aber vielleicht ist es nicht schlecht, sich darueber nochmal ein wenig schlauer zu machen.
es ist furchtbar, dass menschen nicht lernen und solche graeueltaten ueberall auf der welt immer und immer wieder passieren!

morgen frueh um sieben geht es ab richtung vietnam. fuer leute , die sich wundern, dass ich nur 2 tage hier bin : ich wollte eigentlich direkt nach vietnam, aber die fluege waren so teuer, weil die vietnamesische regierung da den ton angiebt.
gott sei dank habe ich mein visum schon und muss mir keinen stress machen.

mal sehen , wie die mekong tour so wird...

Friday, January 25, 2008

moenche...

hier gibt es ziemlich viele davon und das is auf der einen seite auch echt ein schoener anblick. allerdings gucken sie einen die ganze zeit an und grinsen sich dabei einen ab. sie duerfen ja ihr leben lang niemals eine frau auch nur beruehren. ich glaube, das ist gegen die natur und deswegen brodelt es in ihnen, wenn sie was weibliches sehen.

naja, das nur zur ergaenzung ^^